{"id":36,"date":"2014-01-05T20:40:10","date_gmt":"2014-01-05T20:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/wizardly-lumiere.148-251-177-82.plesk.page\/?p=36"},"modified":"2014-01-05T20:40:10","modified_gmt":"2014-01-05T20:40:10","slug":"quo-vadis-deg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wizardly-lumiere.148-251-177-82.plesk.page\/?p=36","title":{"rendered":"Quo vadis DEG?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-35\" src=\"https:\/\/wizardly-lumiere.148-251-177-82.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4965657af186b9092c7a96976ffe881c.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/wizardly-lumiere.148-251-177-82.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4965657af186b9092c7a96976ffe881c.jpg 448w, https:\/\/wizardly-lumiere.148-251-177-82.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/4965657af186b9092c7a96976ffe881c-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/p>\n<p>Zusammenr\u00fccken wollen sie, die Fans der DEG<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>, ihre Mannschaft wieder nach vorne treiben! So zumindest lese ich es Anfang des Jahres 2011 beim Fanclub 706 deren 2.ter Vorsitzender mein Erstgeborener ist. ( Stolz bin ich auf Dich mein Junge) und denke so zur\u00fcck&#8230;. als ich im gleichen Alter war&#8230;.<\/p>\n<p>1975 war&#8217;s damals als mich meine Freundin Beate ins Stadion an die Brehmstra\u00dfe entf\u00fchrte. Eishockey WM in D\u00fcsseldorf. \u201edas beste Publikum der Welt&#8220; so sagten es der russische Nationaltrainer Anatoli Tarassow und die Sportpresse, fair, sachkundig und enthusiastisch. Auch ich f\u00fchlte mich als ein Teil davon und war sofort Eishockeyfieber infiziert.<\/p>\n<p>Die DEG spielte, man redete in der ganzen Stadt von den roten Teufeln der Brehmstra\u00dfe.<br \/>Aus ganz Deutschland kam das Publikum um die Faszination Brehmstra\u00dfe zu erleben. 11.500 Zuschauer fasste damals der Eistempel, Insider wissen dass es hin und wieder auch mal \u00fcber 13.000 pro Spiel waren die diesen \u201eWahnsinn pur&#8220; begeistert miterleben durften.<\/p>\n<p>Bis zu den Knien standen wir in Konfetti und Paperschnitzeln, die Wunderkerzen schienen zahllos und der 20 Liter Einkochtopf voll Erbsensuppe war ebenso Normalit\u00e4t wie T\u00fcten und Taschen voller Bierdosen. Kein Wunder: auch wenn wir unsere \u201eangestammten&#8220; Stehpl\u00e4tze hatten, trotzdem war es notwendig 4-5 Stunden vor Spielbeginn im Stadion zu sein. Man kannte sich, die Fans aus Bilk links, die Clique von Mannesmann hinter uns, vor uns die Jungs aus Rath&#8230; gewachsene Strukturen \u00fcber Generationen hinweg. V\u00e4ter nahmen ihre Jungs mit und die blieben Jahrzehnte dort&#8230;<\/p>\n<p>Das letzte Jahr der legend\u00e4ren T\u00f6lzer Buam durfte ich noch miterleben, das Spiel bis kurz vor Mitternacht und rund 240 Strafminuten. \u201eHolzhackerei im Eisstadion&#8220; titelte die BILD darauf in ihrer Samstagsausgabe. Die Powis-Br\u00fcder aus Duisburg, die sich bis auf die Trib\u00fcne pr\u00fcgelten. Beifall f\u00fcr Berlin als unsere Jungs saum\u00e4\u00dfig spielten, bange Momente als Dick Decloe sich das R\u00fcckrat brach.<br \/>K\u00f6berle, Reif, Schneitberger, sie spielten noch ohne Helm, \u201eunsere&#8220; Mannschaft k\u00e4mpfte mit Herz f\u00fcr D\u00fcsseldorf, und wir, die Fans, k\u00e4mpften mit.<\/p>\n<p>R\u00fcckstand? Nicht mit uns! Wir schrien die Jungs zum Sieg, das Publikum als ein Mann mehr auf dem Eis. Gegner Nauheim. 10 Minuten vor Schlu\u00df, die DEG 4:0 zur\u00fcck, wir gaben alles und siegten 7:4. K\u00e4mpfe bis zur Ersch\u00f6pfung, auf Biegen und Brechen. F\u00fcr recht wenig Geld gaben die Spieler alles \u2013 fast alle gingen tags\u00fcber einem Beruf nach.<br \/>Oft sah ich K\u00f6berle des Montag morgens in seinem kleinem Reiseb\u00fcro am Rande der Altstadt, total kaputt und mit blau geschwollenen Augen&#8230; die Folge von Kampf und Einsatz f\u00fcr die Ehre seiner (Wahl)Heimatstadt.<\/p>\n<p>Hi-Ha Holdaway skandierten wir zum Ende der Saison, die DEG war Meister. In den folgenden Jahren wurde das Eisstadion zur zweiten Heimat. Wir fieberten bei Ausw\u00e4rtsspielen, \u00dcbertragung im Radio oder TV, Antenne D\u00fcsseldorf gab es noch nicht, Handys auch nicht. Stattdessen sa\u00dfen wir nachts im NT Treff an der K\u00f6 und starrten auf den Fernschreiber.<br \/>Wir begr\u00fc\u00dften und feierten unsere Mannschaft selbst morgens um 2 Uhr, wenn sie nach Kampf und Sieg nach Hause kam. Nach den Spielen ging&#8217;s ins Stammlokal, fr\u00fch um Eins dann zum \u201eS\u00fcltenfu\u00df&#8220; oder anderen Vorverkaufstellen. In langen Schlangen warteten wir kaltgefroren auf die Laden\u00f6ffnung um 8 Uhr. Eine Stunde sp\u00e4ter war das Stadion ausverkauft!<\/p>\n<p>Wir fr\u00fchst\u00fcckten nach durchreister Nacht mit den Fans in Riessersee, wagten die Fahrt nach Berlin durch den \u201eeisernen Vorhang&#8220; Lachen im Bus war auf der Transitstrecke ebenso streng verboten wie westliche Zeitungen. Und wir waren ehrlich und fair: war der Gegner besser erhielt auch er den verdienten Beifall.<\/p>\n<p>Zusammenr\u00fccken &#8230;.<br \/>Ja mein Junge, eine tolle Idee. Wird es gehen, wird es Erfolg haben und die DEG aus der Krise f\u00fchren? Krisen indes hat die DEG in den Jahrzehnten so einige \u00fcberstanden. Aber was ist passiert, was l\u00e4sst mich zweifeln?<\/p>\n<p>Wir alle haben uns ge\u00e4ndert, und mit uns die halbe Welt. Das bescheidene D\u00fcssel-Dorf wollten wir nicht mehr sein &#8211; und zeigten unsere Weltoffenheit. Das bekannte Heja Heja aus 10.000 Kehlen vor dem Spiel wurde ersetzt durch Sirtakiklang, das legend\u00e4re Wunderkerzenmeer der Fans durch die Pregameshow.<br \/>Immer mehr, immer besser&#8230; immer teuerer. Der Kommerz hielt Einzug in die Sportwelt.<\/p>\n<p>Viele waren entsetzt als bei der DEG 1979 zwei K\u00f6lner verpflichtet wurden: Gerhard Kiesling als Trainer und Sohn Udo als knallharter Profispieler. Gut f\u00fcr die DEG \u2013 moralisch trotzdem zu damaliger Zeit bedenklich, &#8211; so etwas &#8230; f\u00fcr Geld..! Aber schon bald kamen \u00fcberall die Profispieler f\u00fcr Geld, &#8230;. und gingen auch wieder f\u00fcr Geld.<br \/>Die Mannschaft wurde teuerer, die Eintrittspreise auch. Mehr Zuschauer mussten her um Geld in die nun leeren Kassen zu bringen. Trib\u00fcnen wurden gebaut und Fans damit heimatlos. Dort wo sie seit Jahrzehnten standen befanden sich jetzt teuere Trib\u00fcnenpl\u00e4tze und zerst\u00f6rten den Stimmungskreis.<\/p>\n<p>In der Zeit der Freizeit &#038; Spa\u00dfgesellschaft haben wir gelernt zu fordern. Ganz nach dem Motto: wir haben bezahlt und wollen daf\u00fcr Leistung sehen!!! Buh Rufe und Pfiffe, wenn es mal nicht ganz so klappt, haben Einzug ins das Stadionrund gehalten. Unsch\u00f6ne Sprechch\u00f6re und W\u00f6rter, die fr\u00fcher undenkbar waren, ebenfalls.<\/p>\n<p>Es ist kalt geworden \u2013 nicht nur weil es ein Eisstadion ist.<br \/>Die Seele der DEG wurde 2006 zum ISS Dome bef\u00f6rdert. Begleitet von \u00fcber 3.000 Menschen. Noch nie habe ich so viele M\u00e4nner weinen gesehen wie beim letzen Spiel an der Brehmstra\u00dfe. Ich glaube wir haben alle gesp\u00fcrt: das war ein Abschied anderer Art. Erinnerungen, Miteinander, Herzblut und Leidenschaft wurden dem Kommerz geopfert.<\/p>\n<p>Immer mehr, immer besser, immer toller!<br \/>Immer mehr erkennen wir die Sackgasse dieses Denkens.<br \/>Euer Denken in Ehren mein Sohn, aber es wird nur Sinn machen wenn ALLE wieder an einem Strang ziehen. Wenn die Fans f\u00fcr die Mannschaft da sind! Und die Cracks mit Herzblut f\u00fcr Fans, Verein und Ehre k\u00e4mpfen!<br \/>Statt nur f\u00fcr das Geld f\u00fcr das sie gekommen sind&#8230;<\/p>\n<p>Aktuell betrifft das auch die Vorstandsarbeit des Traditionclubs. Die Mannen die sich einst mit Herz und Verstand, meist ehrenamtlich f\u00fcr das Wohl der DEG engagierten, hatten ausgedient, M\u00e4nner wie Suhr und Nethery mussten her. &#8222;Wer f\u00fcr Geld kommt, geht f\u00fcr Geld&#8220; so ein altes Sprichwort &#8230; und es bewahrheitet sich einmal mehr wo jetzt der Sponsor dorthin geht wo es werbewirksamer erscheint.<br \/>Und Suhr\/Nethery? Schnell noch die letzten Sch\u00e4fchen ins trockene&#8230; die DEG liquidieren&#8230; aufl\u00f6sen und zu Geld machen, ab in die Pleite?! Nat\u00fcrlich&#8230; kein Herz kann man mit Geld kaufen, und deren Herzen schlagen anderswo.<\/p>\n<p>Das war die Traditionsvereine im S\u00fcden, allen voran T\u00f6lz, Garmisch oder Rosenheim erlebt haben, scheint jetzt auch die DEG zu treffen.<\/p>\n<p>Aber&#8230; irgendwo muss ein Anfang zur Umkehr sein. Vielleicht habt ihr ihn gemacht mit Eueren Fanprojekt.<br \/>Vielleicht helfen auch die Neuwahlen neue Sponsoren zu finden. Mit Herzblut und Leidenschaft werden Schmellenkamp und Co es schaffen, denke und w\u00fcnsche ich.<\/p>\n<p>Denkbar w\u00e4re ja auch: die notwendigen finanziellen Mittel auf mehr Sponsoren-Schultern zu verteilen, es gibt bestimmt eine Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen deren Inhaber mit dem Herzen immer noch bei der DEG sind&#8230; Viel Erfolg Elmar Schmellenkamp &#8230; vielleicht tauchen ja in n\u00e4chster Zeit noch mehr alte K\u00e4mper und Mitstreiter auf&#8230; !?<\/p>\n<p>Erfolg bei Euerer Arbeit, das w\u00fcnsche ich Euch, mir, uns allen und vor allen Dingen der DEG.<\/p>\n<p>Rene Krombholz<\/p>\n<p>\u00a9 Rene Krombholz \u2013 Weitergabe nur mit Quellenhinweis: www.go-bilk.de<\/p>\n<p>Quelle: Rene Krombholz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>01.01.2014 &#8211; 11:37:28<\/p>\n<p>Freizeit Tipps<\/p>\n<p>F\u00fcr die Frau<\/p>\n<p>Brauchtum &#038; Vereine<\/p>\n<p>for Men only<\/p>\n<p>Disclaimer<br \/>Impressum<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenr\u00fccken wollen sie, die Fans der 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